Raus aus der Komfortzone, rein ins Abenteuer

Svenja goes Berlin.

Vielleicht kennt es der eine oder andere. Das Leben dümpelt so vor sich hin, wie ein Segelboot auf einem Fluss. Keinem reißenden Fluss, mit Strömung, Steinen überall und vielleicht sogar einem unbekannten Abgrund voraus. Eher einem sanften, ebenen Bächlein, mit Aussicht auf die nächsten fünfzig Kilometer, die ebenso sanft bleiben werden. Sicherheit.

Genau so habe ich mich seit Anfang diesen Jahres gefühlt. Nachdem ich monatelang auf den langersehnten Thailandurlaub hingefiebert hatte, sämtliche Urlaubstage aufgespart und damit vollkommen ausgelaugt war, ging es für knappe drei Wochen ins Abenteuer. Wieder zurück in Düsseldorf fand ich es dann zunächst schwer, mich wieder einzufinden. Doch woran lag es?

Die Arbeit machte weiterhin Spaß, die Wohnung war weiterhin schön, in Düsseldorf fühlte ich mich wohl. Aber da war dieser Gedanke. Kann das alles sein? Schon das Studieren brachte es mit sich, das Leben in Abschnitten. Vier Monate Studieren, dann ist das Semester vorbei. Zwei Monate Semesterferien, dann geht es wieder los. Vier Monate Praxissemester, das Ende stets vor Augen. Dann der Eintritt ins Berufsleben. Für immer? Ohne Enddatum (das Renteneintrittsalter lassen wir hierbei einmal außen vor, wer möchte schon an sein 67-jähriges Ich denken). Wie soll das gehen?

Für viele ist sicherlich der berufliche Aufstieg ein aufregendes Projekt, an dem sie sich entlanghangeln. Andere haben einfach keinen Bedarf nach Veränderung und Abenteuer und genießen das Leben wie es ist. Ich aber brauchte nach sechs Jahren Düsseldorf und vier Jahren in einem Unternehmen ein neues Projekt. Es geht nach Berlin. Und das obwohl ich dort niemanden kenne. Obwohl hier meine Freunde sind. Mein neues Fitnessstudio um die Ecke. Meine schöne Wohnung. Und trotzdem gab es diese Leere in mir. Die Leere der Komfortzone. Manche mögen sagen, es geht sicherlich abenteuerlustiger als in eine andere deutsche Stadt zu ziehen. Sie gehen direkt ans andere Ende der Welt und brechen alle Zelte ab. Aber das bin nicht ich. Dafür bin ich zu verwurzelt. Und dennoch können manche Wurzeln auch erdrückend sein und dich zurückhalten, dann lohnt es sich ein paar davon zu kappen. Sich loszureißen. Und aufzubrechen in ein Abenteuer außerhalb der Komfortzone. In den unbekannten Fluss, in dem sicherlich Steine sind. Denen man ausweichen muss. Um daran zu wachsen. Garantiert.

Ich hoffe ihr habt Lust, mich auf meinem Weg zu begleiten.

Eure Svenja

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