Wie wärs denn mal mit Portugal?

Vor zwei Jahren ging es für meinen Freund und mich zum ersten Mal nach Portugal, und zwar an die wunderschöne Algarve. Was sich dort zu sehen lohnt und was mein aufregendstes Erlebnis war, erfahrt ihr in diesem Blogpost.

Aber wohin denn nun genau?

Zunächst einmal musste bei der Reiseplanung ein Ort ausgesucht werden. Mit einem Mietwagen wollten wir die Algarve erkunden – allerdings sollte es keine Rundreise sein, sondern ein Mix aus Strand- und Tagestrips von einem festen Standort aus, um nicht ständig aus- und wieder einpacken zu müssen. Wir haben uns also für Albufeira als Ausgangspunkt entschieden, da es genau im Zentrum der Algarve gelegen ist und man von dort aus überall hingelangt. Wir haben ein schönes kleines Hotel mit Selbstverpflegung gebucht, das etwas am Stadtrand gelegen ist, von wo aus man jedoch fußläufig die Innenstadt sowie den Strand erreichen kann.

Balaia Sol Apartments, Albufeira

Albufeira an sich ist ein hübscher Ort mit einer schönen Altstadt und einem tollen Strand, allerdings auch sehr touristisch. Wir haben uns dort also wenig aufgehalten, außer zum Burger essen in der Hamburgueria da Vila, einem kleinen unscheinbaren Restaurant mit leckeren Burgern für kleines Geld.

Albufeira

Weniger touristisch und auf jeden Fall einen Besuch wert sind hingegen die Städtchen Lagos, Carvoeiro und Olhos de Agua. Während Lagos einen hübschen Hafen und ein historisches Zentrum zu bieten hat, verzaubern Carvoeiro und Olhos de Agua mit ihren weißen Häuschen, den bunten Dächern und einem Blick auf tiefblaues Meer.

Lagos

Carvoeiro

Die Strände

Nun zu dem spannendsten Teil, den Buchten und Stränden. Mir persönlich gefallen kleine Buchten meist besser als kilometerlange Strände, Portugal bietet hier aber für jeden Geschmack etwas. Unser absoluter Lieblingsstrand und der schönste, den ich bis jetzt gesehen habe, ist der Praia da Marinha. Nicht nur als Fotomotiv unvergleichlich, sondern ein richtiges Erlebnis, vom Abstieg, den meterhohen Felsformationen bis hin zum Springen von den Felsen im Wasser. Längst kein Geheimtipp mehr, ist man hier zwar keineswegs alleine, es war zumindest bei uns im September allerdings auch nie extrem überfüllt.

Weitere schöne Strände sind der Praia Santa Eulália, Praia da Falesia (unendlich langer Strand mit roten Felsformationen), Praia do Camilo/Praia Dona Ana (leider oftmals etwas überfüllt aufgrund der geringen Größe) und Prainha.

Praia da Marinha

Außerdem empfehle ich jedem einen Ausflug zum Ponta de Piedade, einem imposanten Aussichtspunkt mit den schönsten Felsformationen der Algarve.

Ponta da Piedada

Mein Highlight

Nun kommen wir aber zu meinem persönlichen Highlight und dem gleichzeitig schönsten und aufregendsten Erlebnis – der Höhle von Benagil. Es handelt sich dabei um eine vom Meer ausgespülte Felsformation, die zu einer beeindruckenden Höhle geformt wurde und nur über das Wasser zu erreichen ist. Schon bei meiner Recherche vorab war klar, dass wir diese unbedingt gesehen haben müssen. Also sind wir, ausgestattet mit unseren Schnorchelmasken (ich kann euch die Easybreath von Decathlon nur empfehlen) und wasserdichten Handyhüllen Richtung Praia da Benagil gefahren. Dort angekommen standen wir zunächst ratlos am Strand und fragten uns – wo ist denn jetzt diese Höhle? Rechts und links ragten meterlange Felswände ins Wasser, aber in welche Richtung man denn nun schwimmen muss, um in die Höhle zu gelangen, war absolut nicht ersichtlich. Also schwammen wir einfach drauf los, ohne zu wissen, wie lange der Weg ist, ob Steine im Wasser sind oder was uns erwartet. Wir hatten uns glücklicherweise für die richtige Richtung entschieden und wurden nach etwa 150 Metern mit dem für mich tollsten Raumerlebnis überhaupt belohnt. Da die meisten Touristen die Höhle per Boot erkunden und dabei nicht aussteigen, waren wir fast alleine in der Höhle, man braucht also keine Bedenken wegen einer möglichen Überfüllung zu haben. Zu beachten ist lediglich, einen Tageszeitpunkt zu wählen, an dem die Sonne möglichst hoch steht, damit sie auch in die Höhle hineinscheint.

Piri Piri

Portugal ist bekannt für sein Piri Piri Hähnchen, ihr solltet es euch keinesfalls entgehen lassen, es dort zu probieren. Das „Peri Peri“ in Almancil ist ein schönes kleines Restaurant abseits vom Tourismus – mit einer schönen Einrichtung, einer freundlichen Bedienung und (neben dem leckeren Hähnchen) einem wahnsinnig leckeren Hot Brownie mit Vanilleeis.

Insgesamt ist die Algarve einfach ein einziges Postkartenmotiv, das sich unbedingt zu sehen lohnt. Als Reisezeit empfehle ich persönlich Ende August/Anfang September, wenn es langsam leerer wird und die Temperaturen trotzdem noch konstant hoch sind. Falls ihr also noch keinen Urlaub für den Sommer geplant habt, wie wärs denn mal mit Portugal?

Eure Svenja

2 Gedanken zu „Wie wärs denn mal mit Portugal?

    • 07/07/2017 um 22:22
      Permalink

      Danke liebe Ela 🙂 Vielleicht eine Idee für einen kleinen Urlaub im Spätsommer?

      Liebe Grüße,
      Svenja

      Antworten

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